„Rote Hände“ übergeben: Zeichen gegen Kindersoldaten

Im Rahmen der heutigen Plenarsitzung des Sächsischen Landtages hat der friedenspolitische Sprecher der BSW-Landtagsfraktion, Nico Rudolph, über 80 sogenannte „Rote Hände“ an Ministerpräsident Michael Kretschmer überreicht. Die Handabdrücke waren Rudolph zuvor am 3. April beim Chemnitzer Ostermarsch von der Chemnitzer Friedensinitiative übergeben worden.
 
Die Aktion steht im Zusammenhang mit dem internationalen Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten, der weltweit auf das Schicksal von minderjährigen Soldaten aufmerksam macht. Mit roten Handabdrücken fordern Menschen ein Ende ihrer Rekrutierung und ihres Missbrauchs in bewaffneten Konflikten.
 
Die Aktion wurde im Rahmen des Chemnitzer Friedenstages am 5. März durch die Chemnitzer Friedensinitiative organisiert. Rudolph bedankt sich ausdrücklich für das Vertrauen, die Abdrücke an den Ministerpräsidenten übergeben zu können: „Ich habe die Aufgabe gern übernommen. Es ist wichtig, dass auf das Leid von Kindern in Kriegsgebieten aufmerksam gemacht wird und dieses Thema nicht aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwindet. Die Friedensinitiative hat mich ausdrücklich gebeten, beim Ministerpräsidenten auch die Problematik minderjähriger Bundeswehrsoldaten anzusprechen. Ich habe ihn gebeten, sich im Rahmen des ihm Möglichen dafür einzusetzen, dass in Deutschland und anderswo keine Minderjährigen mehr Soldaten werden.“ 

Bei der Bundeswehr ist es Minderjährigen nach wie vor mit Erlaubnis der Eltern möglich, Soldaten zu werden.

„Die roten Hände stehen für eine klare Botschaft: Minderjährige dürfen niemals Teil von Kriegen sein. Weder als Kämpfer noch als Helfer oder Opfer militärischer Interessen“, so Rudolph.

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