85 Jahre nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion erinnern die BSW-Fraktion im Chemnitzer Stadtrat und die Friedensinitiative Chemnitz am Montag, dem 22. Juni 2026, um 15 Uhr auf dem Friedensplatz am Technischen Rathaus an die Millionen Opfer des nationalsozialistischen Vernichtungskrieges. Zugleich soll an die historische Verantwortung Deutschlands gegenüber den Völkern Osteuropas erinnert und für verstärkte diplomatische Bemühungen zur Beendigung des Krieges in der Ukraine geworben werden.
An der Stahlplastik „Reliquie Mensch“ findet eine Gedenkstunde mit Blumenniederlegung statt. Stadtrat und Landtagsabgeordneter Nico Rudolph sowie ein Vertreter der Friedensinitiative werden zum historischen Ereignis, dessen Folgen und Schlussfolgerungen für die Gegenwart sprechen. Ein Vertreter der Russischen Botschaft in Berlin wird ebenfalls vor Ort sein.
Mit dem Angriff der deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 begann einer der verheerendsten Abschnitte des Zweiten Weltkriegs. Rund 27 Millionen Menschen verloren in der Sowjetunion ihr Leben. Die Erinnerung an diese Verbrechen bleibt eine dauerhafte Verpflichtung für Deutschland.
Vor dem Hintergrund des anhaltenden Krieges in der Ukraine fordern die Veranstalter verstärkte diplomatische Initiativen auf allen politischen Ebenen. Frieden in Europa kann langfristig nur durch Dialog, Verhandlungen und eine neue europäische Sicherheitsordnung erreicht werden.
„Die Erinnerung an die Opfer des Krieges verpflichtet uns dazu, alles zu tun, um neue Kriege zu verhindern und bestehende Konflikte auf diplomatischem Wege zu beenden“, erklärt Nico Rudolph.
Zeit: Montag, 22.06.2026, 15 Uhr
Ort: Friedensplatz, 09111 Chemnitz

