Lesung mit Hannes Hofbauer in Chemnitz: EU-Sanktionspolitik im Fokus

Chemnitz. Am Samstag, 21. März 2026, um 16 Uhr ist der österreichische Publizist und Verleger Hannes Hofbauer zu Gast im Bürgerbüro von Nico Rudolph (Adelsbergstraße 4, Chemnitz). Hofbauer stellt dort sein aktuelles Buch „Aller Rechte beraubt. Mit außergerichtlichen EU-Sanktionen zum autoritären Staat“ vor und kommt anschließend mit dem Publikum ins Gespräch.

Eingeladen hat Nico Rudolph, Chemnitzer Stadtrat, Abgeordneter des Sächsischen Landtags und Sprecher der BSW-Fraktion für Frieden, Europa und Ostdeutschland. Die Veranstaltung soll eine öffentliche Diskussion über die politische und rechtliche Entwicklung der europäischen Sanktionspolitik ermöglichen.

In seinem neuen Buch untersucht Hofbauer Sanktionen gegen Personen und Organisationen, die ohne Gerichtsverfahren verhängt werden. Betroffene können auf sogenannte Sanktionslisten gesetzt werden, ihre Vermögen werden eingefroren und ihre Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Der Autor zeichnet nach, wie sich dieses Instrument seit 2014 zunehmend in der europäischen Politik etabliert hat und inzwischen auch EU-Bürger betreffen kann. Anhand konkreter Fälle beschreibt er die politischen und gesellschaftlichen Folgen solcher Maßnahmen und ordnet sie historisch ein.

Hannes Hofbauer, geboren 1955 in Wien, studierte Wirtschafts- und Sozialgeschichte und arbeitet seit vielen Jahren als Publizist und Verleger. In seinen Veröffentlichungen beschäftigt er sich unter anderem mit geopolitischen Konflikten, Medienpolitik und internationaler Sanktionspolitik. Zu seinen bekanntesten Büchern zählen „Feindbild Russland. Geschichte einer Dämonisierung“, „Im Wirtschaftskrieg. Die Sanktionspolitik des Westens und ihre Folgen“ sowie „Verordnete Wahrheit, bestrafte Gesinnung“.

Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei.

Termin: Samstag, 21. März 2026, 16 Uhr

Ort: Bürgerbüro Nico Rudolph, Adelsbergstraße 4, 09126 Chemnitz

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