Mit „Rudolphs Runder Tisch“ starte ich ein neues Videoformat auf YouTube. Mir geht es darum, Debatten zu führen, die in unserem Land viel zu oft vermieden werden. Wir brauchen wieder mehr offene Gespräche über die großen politischen Fragen unserer Zeit – auch und gerade dann, wenn es kontrovers wird.
Der Name ist bewusst gewählt: Die Runden Tische im Wendeprozess der DDR standen für offene Diskussionen über neue Wege. Auch heute ist offensichtlich, dass es politisch nicht einfach so weitergehen kann wie bisher. Genau deshalb möchte ich mit interessanten Gästen ins Gespräch kommen – über Themen, die viele Menschen bewegen, die aber im politischen und medialen Alltag oft zu kurz kommen.
Für die erste Folge habe ich mir Dirk Pohlmann und Tom J. Wellbrock eingeladen. Beide sind vielen als Journalisten und Autoren aus dem Bereich der alternativen Medien bekannt. Mit ihnen habe ich über die Frage gesprochen: Wohin geht das BSW?
Dabei ging es unter anderem um den Parteiaufbau, die Rolle Ostdeutschlands, den Umgang mit alternativen Medien, die Bundestagswahl und die verweigerte Neuauszählung, die parlamentarische Praxis in Sachsen sowie die Frage, wie sich das BSW gegenüber anderen Parteien positionieren sollte.
Mir war wichtig, nicht einfach nur selbst über das BSW zu sprechen, sondern auch kritische Stimmen von außen zu hören. Denn wenn wir als Partei dauerhaft eine Rolle spielen wollen, müssen wir offen über Fehler, Chancen und strategische Fragen sprechen. Dazu gehört auch die Frage, wie das BSW wieder stärker als eigenständige Kraft wahrgenommen werden kann – friedenspolitisch klar, sozialpolitisch glaubwürdig und ohne Angst vor Debatten.
Besonders wichtig war mir in diesem Gespräch auch die Rolle Ostdeutschlands. Gerade hier gibt es viele Menschen, die politische Entwicklungen sehr kritisch verfolgen, die sich nicht mehr mit einfachen Erklärungen abspeisen lassen und die von einer neuen politischen Kraft erwarten, dass sie nicht einfach die Fehler der alten Parteien wiederholt.
„Rudolphs Runder Tisch“ soll deshalb kein glattgebügeltes Format werden. Ich möchte Gäste einladen, die etwas zu sagen haben, auch wenn nicht jede Position bequem ist. Entscheidend ist für mich: Wir müssen wieder miteinander reden, statt Debattenräume immer weiter zu verengen.

