Lesung & Gespräch: Hannes Hofbauer – „Aller Rechte beraubt“
21. März – 16:00 bis 19:00
Am 21. März ist der österreichische Publizist und Verleger Hannes Hofbauer zu Gast im Bürgerbüro von Nico Rudolph. Er stellt sein neues Buch „Aller Rechte beraubt. Mit außergerichtlichen EU-Sanktionen zum autoritären Staat“ vor und spricht über die politische und rechtliche Entwicklung der europäischen Sanktionspolitik.
Hofbauer untersucht darin ein Instrument, das in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen hat: Sanktionen gegen Personen und Organisationen, die ohne Gerichtsverfahren verhängt werden. Betroffene können auf sogenannte Sanktionslisten gesetzt werden, ihre Vermögen werden eingefroren, Konten gesperrt und ihre Bewegungsfreiheit eingeschränkt – oft ohne Anklage, Anhörung oder rechtliche Verteidigung.
Im Zentrum des Buches steht die Frage, welche Folgen diese Praxis für rechtsstaatliche Prinzipien hat. Hofbauer zeichnet nach, wie sich entsprechende Maßnahmen seit 2014 zunächst im Kontext der Russlandpolitik entwickelten und inzwischen auch EU-Bürger betreffen können. Anhand konkreter Fälle beschreibt er, welche Auswirkungen solche Sanktionen für die Betroffenen haben – bis hin zu gesellschaftlicher Ausgrenzung und wirtschaftlicher Existenzgefährdung.
Die Lesung bietet Gelegenheit, zentrale Thesen des Buches kennenzulernen und über die politischen, juristischen und historischen Hintergründe der europäischen Sanktionspolitik ins Gespräch zu kommen.
Der Eintritt ist frei.